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13.09.2011

Nachgefragt

 

Gerald Boess

Geschäftsführer der Standorte China, Indien und Türkei, Kerkhoff Consulting

Welche Risiken bestehen für Unternehmen, die in China beschaffen wollen?

Lange Transportwege und damit auch eine hohe Kapitalbindung stehen den günstigen Preisen gegenüber. Hinzu kommt ein hoher Reiseaufwand bei den Lieferantenaudits vor Ort. Bei Qualitäts- oder Lieferproblemen müssen Firmen wegen der Distanz zudem längere Reaktionszeiten in Kauf nehmen. Nicht zu vernachlässigen sind auch sprachliche und kulturelle Barrieren. Die chinesische Wirtschaftskultur ist teilweise unberechenbar. Auch Währungsschwankungen müssen zwingend kalkuliert werden.

Wie können Unternehmen die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit erreichen, um unnötige Kosten zum Beispiel durch Produktmängel oder Imageschäden zu vermeiden?

Viele Unternehmen machen noch den Fehler, nach dem Grundsatz „China ist billig“ zu beschaffen. Die Beschaffung aus China ist im seltensten Fall als Quickwin zu verstehen. Die Auswahl eines Lieferanten darf sich nicht allein auf den Preis beschränken. Unternehmen sollten den Markt zuvor grundlegend analysieren. Denn China eignet sich nicht per se für alle Produkte. Umfangreiche qualitative Analysen und Lieferantenaudits vor Ort sind unabdingbar. Auch danach müssen Unternehmen weiter investieren und die Lieferanten aufbauen.

Und wenn dies alles gegeben ist?

Dann gibt es aus meiner Erfahrung keine Probleme. Sind Lieferanten aus China strategisch gut aufgebaut, ist ihre Liefertreue nahezu unschlagbar.

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